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Eine filmische Reise zu den Orten der Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen in Schleswig-Holstein finden Sie hier.

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Werkstatt 20. Jahrhundert

Als Rüstungs- und Marinestandort kam der Stadt Kiel im Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg eine besondere Bedeutung zu. Auch Zwangsarbeit sowie Verfolgung und Terror gegenüber Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma und anderen Gruppen sowie Wiederständigen zählten zu den Charakteristika der NS-Herrtschaft in Kiel. Britsche und US-amerikanische Luftangriffe auf die Stadt hatten weitreichende Schäden und fast 3.000 Toten. zur Folge.

Seit Anfang der 2000er-Jahre hat sich die Topografie der Kieler Erinnerungskultur weiterentwickelt. 2000 wurde das Mahnmal für die Opfer der Gestapo in der Düppelstraße eingeweiht; seit 2001 erinnert der Flandernbunker des Vereins Mahnmnal Kilian e.V. vor allem an die Marinegeschichte Kiels im Zweiten Weltkrieg; und 2003 wurde der Gedenkort AEL-Nordmark eingeweiht.

Dabei war der Weg zu einer städtischen Dauerausstellung zur NS-Geschichte lang. Bereits 1985 hatte die Kieler Ratsversammlung beschlossen, ein Dokumentationszentrum zur Geschichte des Nationalsozialismus zu errichten. Doch der Beschluss blieb folgenlos. Erst mit der 2026 erfolgten Eröffnung der Werkstatt 20. Jahrhundert ist dieses Vorhaben umgesetzt.

Die Werkstatt 20. Jahrhundert ist ein neuer Ort für Stadtgeschichte und Erinnerungskultur, ein Ort zum Lernen, Entdecken und Mitforschen. Sie ist Teil des neuen Geschichtszentrums Stadtgeschichte hoch 3 und zusammen mit dem Stadtarchiv Kiel und der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V.  im Rathaus Hopfenstraße untergebracht. Die drei Einrichtungen verstehen sich als offene Lern- und Begegnungsorte und bündeln hier ihre Kräfte, um die städtische Vergangenheit allen zugänglich zu machen – vom Projekt mit Schülern*innen bis zur wissenschaftlichen Recherche.

Im Mittelpunkt des partizipativen Angebots der Werkstatt 20. Jahrhundert steht die Ausstellung "Kieler. Zeit. Räume. im Nationalsozialismus". Am Beispiel von neun Kieler Orten wird darin die Geschichte der Stadt im Nationalsozialismus erzählt. Historische Dokumente wie Karten, Fotos, Verfolgungsakten und Zeitungen geben Einblicke in die Zeit. Entwickelt wurde die Ausstellung zusammen mit Initiativen und Vereinen wie dem Verband Deutscher Sinti und Roma e. V. - Landesverband Schleswig-Holstein und dem Kieler Beirat für Menschen mit Behinderung. Die Ausstellung erzählt keine fertige Geschichte, sondern ist offen für aktive Mitgestaltung:  Interessierte können sich mit der Stadtgeschichte auseinandersetzen, ihr Wissen einbringen, mitdiskutieren, sich vernetzen und selbst zu Themen forschen, die sie interessieren.

Bildung

Ausstellung

Am Beispiel von neun Orten erzählt die Dauerausstellung "Kieler.Zeit.Räume. im Nationalsozialismus" die Geschichte der Stadt Kiel von 1933 bis 1945. Historische Dokumente wie Karten, Fotos, Verfolgungsakten und Zeitungen geben Einblicke in die Zeit:

  • In der Raumstation können Besucher*innen Kiel analog und digital auf Karten erkunden.
  • Das Fotolabor bietet die Möglichkeit der fotografischen Spurensuche.
  • Und die Biografiewerkstatt öffnet Einblicke in persönliche Geschichten.

Die Ausstellung erzählt keine fertige Geschichte und lädt dazu ein, mitzuforschen, Fragen zu stellen und Kieler Stadtgeschichte aktiv zu gestalten. Hierzu bietet die Werkstatt 20. Jahrhundert Arbeitsplätze, Raum für eigene Beiträge und eine Teeküche.

Entwickelt wurde die Ausstellung zusammen mit Initiativen und Vereinen wie dem Verband Deutscher Sinti und Roma e. V. - Landesverband Schleswig-Holstein und dem Kieler Beirat für Menschen mit Behinderung. 

Filme

Führungen

 

Workshops und Seminare

 

Archiv und Bibliothek

 

Barrierefreiheit

  • Barrierefreier Eingang mit Automatiktür
  • Öffentlicher Fahrstuhl ins 1. Obergeschoss
  • Räumlichkeiten mit Rollstuhl befahrbar
  • Öffentlicher Schwerbehindertenparkplatz vor der Hopfenstraße 27 in der Ringstraße

Regelmäßige Veranstaltungen

 

Informationsmaterialien zur Vorbereitung eines Besuchs

 

Literatur: 

Praktische Informationen
Praktische Informationen

Werkstatt 20. Jahrhundert
im Geschichtszentrum Stadtgeschichte hoch 3 
Hopfenstraße 30, 1. OG
24103 Kiel

Zugang zur Ausstellung über einen Aufzug.

Die Werkstatt 20. Jahrhundert verfügt über eine Teeküche für Tee, Gespräche und neue Kontakte.

Website

w20@kiel.de

Tel. 0431-9012650

Leitung: Dr. Sabine Moller (sabine.moller@kiel.de)

Pädagogische Leitung: Rabea Bahr (rabea.bahr@kiel.de)

Öffnungszeiten

Donnerstags 10-18 Uhr

Samstags 11-16 Uhr

Für Projektarbeiten und Schulklassen ist nach Anmeldung zusätzlich am Dienstag und Mittwoch geöffnet. 

In den Ferienzeiten für Schleswig-Holstein hat auch die Werkstatt 20. Jahrhundert geschlossen.

Eintritt

Der Eintritt und alle Angebote sind kostenfrei.

Anfahrt mit PKW/Fahrrad

Mit dem PKW: Öffentliche Parkplätze beispielsweise in der Hopfen- oder Ringstraße oder kostenpflichtige Parkhäuser in der Hopfenstraße; öffentlicher Schwerbehindertenparkplatz vor der Ringstraße 27

Mit dem Fahrrad: Öffentliche Stellplätze gibt es beispielsweise auf der Rückseite des Sophienhofes oder kostenpflichtig im Umsteiger am Hauptbahnhof.

Anfahrt mit ÖPNV

Haltestelle Hauptbahnhof Kiel

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