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Ausstellung im Landeshaus: "Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt"

28. Mai 2026 - 16. August 2026 / 10:00 - 18:00 Uhr

Reinhard Heydrich (1904–1942) machte im NS-Staat eine steile Karriere. In wenigen Jahren wurde er unter Heinrich Himmler zum mächtigsten Mann im Überwachungs- und Verfolgungsapparat von SS und Polizei. Während des Zweiten Weltkriegs war er maßgeblicher Organisator des Holocaust. Als „Stellvertretender Reichsprotektor“ ging er im deutsch besetzten Teil der Tschechoslowakei rigoros gegen den Widerstand vor. Im Juni 1942 starb er an den Folgen eines Attentats in Prag. Das NS-Regime feierte ihn fortan als „Märtyrer“.

Die Ausstellung „Reinhard Heydrich. Karriere und Gewalt“ fragt nach Verlauf und Bedingungen des Aufstiegs von Reinhard Heydrich und wirft Schlaglichter auf seine Rolle in zentralen Verbrechenskomplexen des NS-Regimes. Abschließend lenkt sie den Blick auf Bilder und Vorstellungen von seiner Person, die ihren Ursprung in der nationalsozialistischen Propaganda haben, nach 1945 fortgeschrieben oder umgedeutet wurden und teils bis heute wirkmächtig sind.

Die Ausstellung weist zahlreiche Bezüge zu Schleswig-Holstein auf. 1922 trat Reinhard Heydrich in Kiel als Seekadett in die Reichsmarine ein. In der Marinestation der Ostsee, dem heutigen Landeshaus, verbrachte er auch die letzten Jahre seiner Karriere in den Seestreit- kräften, bis er 1931 die Marine verlassen musste. Heydrichs Ehefrau Lina, ebenfalls eine überzeugte Nationalsozialistin, stammte von Fehmarn, wo die Heydrichs seit Mitte der 1930er-Jahre auch ein Ferienhaus besaßen. Sie betrieb in dem Haus bis in die 1960er-Jahre eine Pension und lebte bis zu ihrem Tod 1985 auf Fehmarn. Einige Exponate zu diesen Themen werden auch in der Ausstellung gezeigt. Informationen zur Eröffnung der Ausstellung finden Sie hier.

Die Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors ist bis zum 16. August täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr im Landeshaus (Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel) zu sehen. 

Der Eintritt ist frei. Für den Zutritt zum Landeshaus benötigen Sie einen amtlichen Lichtbildausweis. Ein barrierefreier Zugang ist gewährleistet.

Veranstalter

Schleswig-Holsteinischer Landtag